Seiten

Dienstag, 6. September 2011

EU-Malwettbewerb: Kinder taufen einen Galileo-Satelliten

Die Europäische Kommission veranstaltet derzeit einen Malwettbewerb, mit dem Kinder für den Weltraum interessiert werden sollen. Jeweils ein Satellit des Galileo-Programms wird nach dem Kindes mit dem schönsten Bild in jedem Mitgliedstaat benannt werden. Die ersten beiden, im September startenden Satelliten werden die Namen der jungen Gewinner(innen) aus Belgien und Bulgarien tragen, wo der Wettbewerb am 10. April beginnt. Derselbe Wettbewerb wird danach von September an auch in den anderen 25 Mitgliedstaaten stattfinden, um die folgenden Satelliten zu benennen, die von 2012 an nach und nach gestartet werden. An dem Wettbewerb können Kinder von neun bis elf Jahren teilnehmen; die Vergabe der Namen erfolgt in der alphabetischen Reihenfolge der Mitgliedstaaten.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, sagte dazu: „Mit der Satellitennavigation sowie der Weltraumerkundung und -beobachtung wird das Thema Weltraum für die Bürger und für unsere wirtschaftliche Zukunft immer wichtiger. Wir möchten die Kreativität der Kinder anspornen und sie schon von klein an für den Weltraum und seine Möglichkeiten begeistern. Als Lohn für ihre Kreativität bieten wir etwas Einzigartiges – Kinder dürfen einem Satelliten ihren eigenen Namen geben.“

Vom 10. April bis zum 31. Mai sind Kinder, die in Belgien oder Bulgarien leben und im Jahr 2000, 2001 oder 2002 geboren sind, eingeladen, ein Bild zum Thema Luft- und Raumfahrt zu malen. Ihr Bild sollen sie anschließend scannen oder digital fotografieren und es auf eine besondere Website hochladen. In jedem Land wird eine Dreier-Jury das beste Bild auswählen. Nach der Gewinnerin bzw. dem Gewinner wird einer der beiden Satelliten benannt, die im September in den Weltraum geschossen werden sollen. Derselbe Wettbewerb wird auch für die übrigen 25 Mitgliedstaaten durchgeführt; dort beginnt er am 1. September und endet am 15. November. Die Satellitenstarts werden von 2012 an regelmäßig erfolgen, bis sich alle (voraussichtlich 30) Satelliten in der Umlaufbahn befinden. Die Reihenfolge, in der die Satelliten auf die Namen der Kinder getauft werden, richtet sich nach der alphabetischen Reihenfolge der in der Landessprache geschriebenen Namen der Mitgliedstaaten.

Der Wettbewerb wird in allen Mitgliedstaaten durch Pressemitteilungen und Rundschreiben an Schulen, Lehrerverbände und Bildungsportale angekündigt werden. So soll Interesse an diesem Thema geweckt und den Lehrern Unterrichtsmaterial zum Thema Weltraum und Satellitennavigation an die Hand gegeben werden.

Der Wettbewerb kann live unter http://www.galileocontest.eu mitverfolgt werden.

Hintergrund. Das Programm Galileo ist Europas Projekt auf dem Gebiet der Satellitennavigation. Mit ihm soll ein ähnliches globales Satellitennavigationssystem wie GPS aufgebaut werden. Angesichts der ständig wachsenden Bedeutung von Satellitennavigationsanwendungen sowohl für Unternehmen als auch für Privatleute soll mit Galileo die Unabhängigkeit Europas in diesem wichtigen Bereich und die Verfügbarkeit solcher Anwendungen sichergestellt werden.

Hier gehts zu mehr Infos:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen