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Donnerstag, 24. November 2011

EUKidsOnline: Schüler wissen mehr als ihre Eltern ...

Die Onlinenutzung ist mittlerweile Bestandteil des Alltags der Kinder: 93 Prozent der 9- bis 16-Jährigen gehen zumindest wöchentlich online, 60 Prozent jeden Tag oder fast jeden Tag. In der repräsentativen Untersuchung „EU Kids Online“ wurden erstmals rund 25.000 europäische Kinder zwischen 9 und 16 Jahren aus 25 Ländern und je ein Elternteil zu ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Internet befragt. Die Daten geben Hinweise darauf, dass eine höhere Nutzung mit einer erhöhten Internetkompetenz und größerem Wissen um Sicherheitsmaßnahmen einhergeht.

Digital Natives contra digital Immigrants. 
Der Aussage „Ich weiß mehr über das Internet als meine Eltern“ stimmen etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) der 9- bis 16-Jährigen zu, etwas weniger (31 Prozent) stimmen zum Teil zu. Damit schreibt nur ein Drittel (33 Prozent) den Eltern mehr Kenntnisse über das Internet zu.

Vom Kindergarten ins Internet. Zunehmend nutzen auch jüngere Kinder das Internet: Das Durchschnittsalter der ersten Onlinenutzung liegt in Dänemark und Schweden bereits bei sieben Jahren, in einigen anderen nordeuropäischen Ländern bei acht Jahren. Europaweit nutzt bereits ein Drittel der 9- bis 12-jährigen Internetnutzer das Internet täglich, bei den 15- bis 16-Jährigen sind es 80 Prozent.

Die meisten Kinder nutzen das Internet zu Hause (87 Prozent) oder in der Schule (63 Prozent).  Doch die Zugangsmöglichkeiten zum Internet differenzieren sich aus – 49 Prozent nutzen das Internet in ihrem eigenen Zimmer und 33 Prozent über ein Handy oder über ein anderes tragbares Gerät (z.B. Blackberry, iPod Touch oder iPhone). Der Anteil der Kinder, die das Internet über ein anderes tragbares Gerät nutzen, liegt in Norwegen, Schweden, Großbritannien und Irland bereits bei über 20 Prozent.

Lernort Internet. Kinder nutzen das Internet für eine ganze Reihe von potenziell förderlichen Aktivitäten: 9- bis 16-Jährige nutzen das Internet für die Schule (85 Prozent), zum Spielen (83 Prozent), zum Ansehen von Videoclips (76 Prozent) und zum Versenden von Nachrichten über Instant Messaging-Dienste (62 Prozent). Nicht ganz so verbreitet ist das Posten von Bilder (39 Prozent) und Nachrichten (31 Prozent) oder die Nutzung einer Webcam (31 Prozent), von Seiten zum File-Sharing (16 Prozent) oder Weblogs (11 Prozent).

59 Prozent der 9- bis 16-Jährigen haben ein Profil in einem sozialen Netzwerk:  26 Prozent der 9- bis 10-Jährigen, 49 Prozent der 11- bis 12-Jährigen, 73 Prozent der 13- bis 14-Jährigen; bei den 15- bis 16-Jährigen sind dies schon 82 Prozent.  Social Networking ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in den Niederlanden (80 Prozent), Litauen (76 Prozent) und Dänemark (75 Prozent) beliebt. Am geringsten ist die Nutzung in Rumänien (46 Prozent), inder Türkei (49 Prozent) und in Deutschland (51 Prozent).

Bei 26 Prozent der Kinder, die ein Profil bei einem sozialen Netzwerk eingerichtet haben, ist dies öffentlich zugänglich. Die höchsten Anteile finden sich in Ungarn (55 Prozent), in der Türkei (46 Prozent) und in Rumänien (44 Prozent). 43 Prozent haben ihre Privatsphäre-Einstellung so gewählt, dass nur ihre „Freunde“ das Profil sehen können. Weitere 28 Prozent haben ein nur teilweise privates Profil, das auch für Freunde von Freunden und für Mitglieder von Netzwerken, denen man beigetreten ist, einsehbar ist. 29 Prozent der Nutzer Sozialer Netzwerke haben mehr als 100 Kontakte, viele jedoch auch weniger.

Zusammenfassung der Studie:
19.4.11/24.11.11/

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