Seiten

Mittwoch, 14. September 2016

[ #ratgeber-eltern ] Frische Luft und Sonne oder Vitamin-D3-Gabe

Geändertes Freizeitverhalten berücksichtigen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) weitet ihre Empfehlung für die Gabe von Vitamin D aus: Nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland sollten bei unzureichender Sonneneinstrahlung täglich zusätzliches Vitamin D3 erhalten, raten die Wissenschaftler.

Knochen. Eine gute Vitamin D-Versorgung im Kindes- und Jugendalter hat eine starke positive Wirkung auf die in diesem Alter stark zunehmende Knochenmineralisierung und damit auf die im Erwachsenenalter erzielte Knochengesundheit. Ein optimaler Vitamin D-Status im Kindesalter dient damit der Risikominderung für spätere Knochenbrüche auch im Alter.

Haut. Nach wie vor ist die Eigensynthese in der Haut die wichtigste Quelle für Vitamin D, angeregt durch ausreichend UVB-Strahlung. Ausreichend heißt: sich in den Monaten April bis September 2 Mal pro Woche, je nach Hauttyp zwischen 5 und 30 Minuten, in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr mit unbedecktem Kopf, freien Armen und Beinen unter freiem Himmel zu bewegen. Dass bei dieser Faustregel ein Sonnenbrand unbedingt vermieden werden sollte, ist selbstverständlich. Was aber, wenn der Impuls der Sonne fehlt – etwa wegen der geographischen Lage oder aber weil sich die Art der Freizeitgestaltung geändert hat und insgesamt weniger Zeit draußen verbracht wird?

Empfehlung. Bei zu wenig Aufenthalt im Freien ist die Bereitstellung von 600 IE Vitamin D kaum zu erreichen. Daran könnte auch der vermehrte Verzehr von guten Lieferanten wie fettem Fisch und Leber nur wenig verbessern. In diesen Fällen empfehlen wir die zusätzliche tägliche Einnahme von 400 IE Vitamin D über Tabletten.

[Schülerclub Dornbirn]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen