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Dienstag, 7. August 2012

KidsVerbraucherAnalyse 2012: Print- und Mediennutzung von Kindern

Sehen Marketinger Lesefreudigkeit der Kinder positiver als Pädagogen?
Der Blick auf die Mediennutzung der bundesdeutschen Kinder und Jugendlichen zeigt, dass weiterhin gedruckte und digitale Inhalte den Nachwuchs fesseln. Es gibt kaum einen 6- bis 13-Jährigen, der in der Freizeit nicht zumindest ab und zu Print-Produkte in die Hand nimmt.
Marktforschung. Bereits zum 20. Mal bietet die KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) einen umfangreichen Überblick zum Medien- und Konsumverhalten der aktuell 6,04 Millionen Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren in Deutschland. Zusätzlich wird seit dem letzten Jahr die Befragtengruppe um die 4- und 5-jährigen Vorschulkinder (=1,37 Millionen) erweitert. Hier steht ebenso das Medien- und Konsumverhalten im Zentrum. Die KidsVA wird für die Marketing- und Werbeplanung junger Zielgruppen genutzt und liefert eine Fülle an Daten für die unterschiedlichsten Forschungsinteressen. Die Verbraucheranalyse stammt von dem Zeitschriften-Verlag Egmont MediaSolutions und soll natürlich für die Wirtschaft Daten über das Kindernutzungsverhalten liefern. Aber gerade an wirtschaftlichem Erfolg orientierte Untersuchungen haben den Vorteil hoher Verlässlichkeit.

Print-Produkte. Konstante 96% (5,8 Mio.) beschäftigen sich mit Magazinen und 91% (5,5 Mio.) schmökern in Büchern. Darunter ist ein steigender Anteil, der als Freizeitaktivität angibt, sogar häufig zu lesen. Die 46 Kinderzeitschriften, die in der KidsVA abgefragt wurden, verfügen über eine große Leserschaft. Insgesamt erreichen diese Magazine regelmäßig 70,6% aller 6- bis 13-Jährigen (=4,26 Millionen). Interesse am Gedruckten besteht auch schon bei den Vorschülern. Laut Aussagen der Eltern greifen 87% der 4- bis 5-Jährigen zu Zeitschriften und 85% zu Büchern - dies sind jeweils mehr als 1,1 Millionen Vorschüler.

Sättigungstendenzen bei den neuen Medien. Nach Jahren stetigen Wachstums werden bei den neuen Medien zunehmend Sättigungstendenzen sichtbar. Bei Kindern ab 6 Jahren stagnieren die Werte beim Computerzugang mit 80% (4,8 Mio.) und der Internetnutzung mit 74% (4,5 Mio.) auf hohem Niveau. Allerdings nehmen die Nutzungsintensitäten besonders bei den Kindern ab 10 Jahren weiter zu und fast jeder zweite Nutzer ist inzwischen so gut wie jeden Tag online. Bei den Jüngsten im Alter von 4 und 5 Jahren besitzen schon fast ein Viertel (23%) Computererfahrung und 14% kennen sich im Internet aus.

Smartphones und Tablet-PCs. Erstmals wurde auch nach der neuen mobilen Gerätegeneration gefragt. Besitzen Kinder ein eigenes Handy (3,2 Mio.), handelt es sich bei 17% um ein Smartphone. Sind die Eltern Besitzer eines Smartphones, dürfen weitere 43% der Kinder hier gelegentlich das Gerät mitnutzen. Tablet-PCs sind dagegen derzeit bei Kindern noch weit weniger verbreitet. Kaum ein 6- bis 13-Jähriger besitzt ein eigenes Tablet (1%) und die Verbreitung in den Haushalten ist mit 10% (0,6 Mio.) ebenso noch gering.

Spielkonsolen und klassisches Spielzeug. Während durch die neuen Mobilgeräte Online-Games überall verfügbar werden, geht der Besitz bei Handspielgeräten erstmals auf 68% (4,1 Mio.) zurück. Konstant bleibt dagegen der Besitz an Spielkonsolen, die in 4,2 Mio. Haushalten stehen (69%) und mehrheitlich der ganzen Familie Spielspaß bringen. Darüber hinaus findet sich klassisches Spielzeug weiterhin in großer Zahl in den Kinderzimmern und wird insbesondere von den Jüngeren gerne gewünscht.

Ausgaben, Finanzen, Taschengeld. Der Blick auf die Finanzen zeigt, dass die Eltern aktuell in der Lage sind, wieder mehr für ihre Kinder auszugeben - so steigen die Ausgaben für Bekleidung, Spielzeug und Handy und der Nachwuchs erhält mehr Taschengeld. Den 6- bis 13-Jährigen fließen monatlich im Schnitt 27,18 Euro zu. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr um fast 10% und bedeutet einen neuen Höchststand beim Taschengeld. Ebenfalls gab es mehr Geld zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern. Insgesamt addieren sich die Geldgeschenke auf 210 Euro im Jahr, was ein Plus von 13 Euro zum Vorjahr bedeutet.

Ebenso gehen Vorschulkinder nicht leer an den Feiertagen und ihrem Geburtstag aus. Bei ihnen summieren sich die Geldgeschenke bereits auf 167 Euro im Jahr. Bei mehr als der Hälfte der 4- bis 5-Jährigen (59%) kommt zudem ein erstes Taschengeld hinzu. Sie erhalten monatlich 14,26 Euro und streichen damit durchschnittlich 2 Euro mehr ein als im letzten Jahr. Das Geld landet in der Sparbüchse, auf dem Sparbuch oder wird vor allem für Süßes, Zeitschriften, Essen und Trinken unterwegs sowie Spielzeug ausgegeben.

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KidsVerbraucherAnalyse 2012
7. 8.12   [Letzte Aktualisierung  7.8.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

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