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Freitag, 11. November 2016

[ #lehrerinfo ] Leitfaden für die Prävention von Jugendgewalt in Schulen, ...

Good Practice für die Felder Familie, Schule und Sozialraum.

Jugendgewalt kann die unterschiedlichsten Formen haben: Schlägereien vor Nachtlokalen, Messerstechereien, Mobbing oder sexuelle Belästigung. Es gibt keine Patentlösung, um dieses vielschichtige Problem in den Griff zu bekommen. In der Familie, in der Schule oder im Sozialraum verstärkt präventiv tätig zu sein, kann die Situation jedoch verbessern.Einfache, im Alltag verankerte Präventionsmassnahmen beugen Jugendgewalt am wirksamsten vor.


Leitfaden. Der jetzt veröffentlichte Leitfaden des Schweizer nationalen Programms Jugend und Gewalt zeigt bewährte Präventionsansätze auf. Er richtet sich an Präventionsfachleute aus der Praxis und gibt eine Übersicht über 26 konkrete Good-Practice-Kriterien für die Bereiche Familie, Schule und Sozialraum. Der Leitfaden kann für die einzenelne Felder, etwa für die Schule, als Factsheet heruntergeladen werden doch empfiehlt sich die Zusammenschau gerade für die Sachule, das sowohl Familie als auch Sozialraum auf die Präventionsmaßnahmen +/- einwirken. Selbstredend ist der Leitfaden nicht auf die Schweizer Kantone beschränkt sondern lässt sich jenseits der Grenzen ebenso wertvoll verwenden und anwenden.

Präventionsprogramm Jugend und Gewalt. Das gesamtschweizerische Präventionsprogramm Jugend und Gewalt wurde vom Bundesrat im Juni 2010 für die Jahre 2011 – 2015 beschlossen. Das Programm beruht auf einer tripartiten Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen sowie Städten und Gemeinden. Mit dem Programm soll die Grundlage für eine wirksame Gewaltprävention in der Schweiz geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen vier Aktionsschwerpunkte: der Aufbau einer Wissensbasis der Gewaltprävention, das praxisnahe und breite Vermitteln von gesichertem Wissen, die Förderung der Vernetzung der Akteure und die Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention, Intervention und Repression.


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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:
Einleitung 10
Begriffsdefinitionen 14
1.DerProjektzyklusundseineArbeitsphasen 17
Arbeitsphase 1:
Situation analysieren und beschreiben 19
Arbeitsphase 2:
Zielsetzungen festlegen sowie Zielgruppen und Adressaten definieren 21
Arbeitsphase 3:
Präventionsangebote auswählen, anpassen oder entwickeln 23
Arbeitsphase 4:
Konzept resp. Auftrag schriftlich festhalten 24
Arbeitsphase 5:
Präventionsangebote umsetzen 25
Arbeitsphase6:
Projekt- und Präventionsziele überprüfen (Evaluation) 26
Arbeitsphase 7:
Ergebnisse sichern und Schlussfolgerungen ziehen 28
2.BereichsübergreifendeGood-Practice-Kriterien 29
Kriterium 1:
Prosoziale Werte entwickeln und leben 30
Kriterium 2:
Partizipation der Betroffenen sicherstellen 31
Kriterium 3:
Beziehungsarbeit als zentrales Element definieren 32
Kriterium 4:
Professionalität in der Gewaltprävention gewährleisten 33
Kriterium 5:
Sozialraumorientierung und Kooperation der Akteure fördern 34
3.Good-Practice-Kriterienim Bereich Familie 35
Kriterium 6:
Das Erreichen der Adressatengruppe Familie sicherstellen 36
Kriterium 7:
Familien stärken und befähigen 38
Kriterium 8:
Soziale Vernetzung der Familien unterstützen 39
Kriterium 9:
Intensität der Angebote auf die Situationen der Familien abstimmen 40
Kriterium 10:
Prosoziale Einstellungen und Verhaltensweisen fördern 41
Kriterium 11:
Hohe Professionalität der Fachleute entwickeln 429
4.Good-Practice-Kriterien im Bereich Schule 43
Kriterium 12:
Gemeinsame Werte entwickeln und leben 44
Kriterium 13:
Kontinuität der Präventionsarbeit gewährleisten 45
Kriterium 14:
Sozialraumorientierung der Präventionsangebote sicherstellen 46
Kriterium 15:
Kompetenzen der Lehrkräfte weiterentwickeln 47
Kriterium 16:
Prosoziales Verhalten der Peers und der Zuschauenden fördern 48
Kriterium 17:
Handlungsleitfaden erarbeiten und einführen 49
5.Good-Practice-Kriterien im Bereich Sozialraum 51
Kriterien zuP räventionsangeboten in öffentlichen Räumen 52
Kriterium 18:
Partizipation der Bevölkerung und weiterer Akteure ermöglichen 52
Kriterium 19:
Sicherheitsgefühl erhöhen und Identifikation mit der
Nachbarschaft fördern 53
Kriterium 20:
Zusammenarbeit zwischen den Akteuren sicherstellen 54
Kriterium 21:
Umfassende Prävention anbieten 55
Kriterien zu freizeitorientierten Präventionsangeboten 56
Kriterium 22:
Klare Strukturierung der Präventionsangebote sicherstellen 56
Kriterium 23:
Motivation der Jugendlichen nutzen 57
Kriterium 24:
Positive Beziehungen zu Erwachsenen und Peers fördern 58
Kriterium 25:
Soziale Kompetenzen und Schutzfaktoren fördern 60
Kriterium 26:
Alkoholkonsum einschränken 61
Schlusswort 62 
Quellen 62

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