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Donnerstag, 23. Juli 2015

[ #ratgeber-schulpolitik] Studie: Starke Elternnetzwerke – nicht nur gut für die Kinder

Nur in wohlhabenden Vierteln profitieren die Kinder von engen Elternkontakten. In ärmeren Vierteln nützen starke Eltern-Netzwerke den Kindern in der Schule nicht.

Die sozialen Kontakte der Eltern beeinflussen den schulischen Erfolg ihrer Kinder. Wie im Einzelnen Elternnetzwerke auf die Bildungskarrieren der Kinder wirken, hat WZB-Forscherin Anette Fasang gemeinsam mit zwei amerikanischen Kollegen untersucht.

Die Studie ist im März in der Zeitschrift „Sociological Forum“ erschienen, eine Kurzfassung in der Zeitschrift WZB-Mitteilungen, welche hier als Link zum Download zur Verfügung steht.

Abhängig davon, wie viele Kinder an einer Schule in Armut leben, wirken sich starke Elternnetzwerke begünstigend oder hemmend auf die schulische Entwicklung der Kinder aus. An Schulen, in denen über 30 Prozent der Schüler arm sind, verringern geschlossene Elternnetzwerke die Wahrscheinlichkeit der Kinder, den Highschool-Abschluss zu erlangen, um bis zu 5 Prozent gegenüber Kindern, deren Eltern keine Kontakte haben. „Angesichts der Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Highschool-Abschluss zu erlangen, generell hoch ist, ist dies ein unerwartet starker Effekt“, sagt Anette Fasang. Dagegen zeigt sich an Schulen mit einer Armutsquote von unter 10 Prozent, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den Eltern den Notendurchschnitt verbessert und es wahrscheinlicher wird, dass die Kinder den Highschool-Abschluss schaffen. Aber ab einem Armutsanteil von 10 Prozent kippt dieser positive Einfluss informeller Elternnetzwerke ins Gegenteil.

[SCHULtopia]⇒


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